mks - 30 Jahre in Brandenburg
6 Am 09.11.2019 jährte sich der Berliner Mauerfall zum 30. Mal. Neben den gravierenden Verände- rungen, die dies für die DDR und die BRD bedeuteten, hatte dieses Ereignis auch weitreichende Folgen für unser Unternehmen. Damals noch unter dem Namen „Molnar und Kulzer“ war allen schnell bewusst, dass die stadtplanerische „Musik“ in Zukunft im Osten spielen wird. Zu dieser Zeit sprachen Thomas Molnar und Werner Lang, der Bürgermeister von Mitterfels, bei der damaligen Bundesbauministerin Gerda Hasselfeldt in Bonn vor. Zum Ende des Gespräches sagte Molnar: „Gerda, wenn Du mal einen Stadtplaner brauchst, ruf mich einfach an.“ Der so da- hingesagte Satz sollte sich als bedeutsam für unser Unternehmen und die Mitarbeiter erweisen. Etwa zur selben Zeit wehrten sich die Verantwortlichen der Stadt Spremberg gegen die Neube- bauung ihres Marktplatzes mit Plattenbauten. EgonWochatz, der letzte DDR- und erste gesamt- deutsche Bürgermeister der Stadt Spremberg, und Frank-Michael Schober, der spätere Baude- zernent von Spremberg, versuchten alles, um dies zu verhindern. Die Baugruben waren bereits ausgehoben, die Bauteile standen in Cottbus parat. Als es schon fast aussichtslos schien, das Vor- haben noch zu verhindern, riefen sie bei Dorothea Wilms, der Ministerin für Innerdeutsche Bezie- hungen an und baten sie um Hilfe. Diese wandte sich an Gerda Hasselfeldt, die sich wiederum an den forschen Stadtplaner aus Niederbayern erinnerte. Kurz danach klingelte in unserem Büro das Telefon. Das Ministerium am anderen Ende der Leitung machte uns einen weitreichenden Vor- schlag, den man nicht ablehnen konnte. Von da an ging alles sehr zügig. Molnar und Kulzer fuhren nach Großräschen und trafen sich mit Wochatz und Schober. Gemein- sam ging es nach Spremberg. Ein Büro wurde gesucht, Mitarbeiter eingestellt und die Arbeit be- gann. Die Bebauung des Marktplatzes mit Plattenbauten wurde abgewandt. Einige der darauffolgenden Projekte, die wir mit Kommunen und einer Vielzahl privater und insti- tutioneller Bauherren umsetzten, stellen wir hier vor. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Durchblättern und hoffen, auch Sie finden sich in 30 Jahren mks Spremberg wieder. DIE ANFÄNGE
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