mks - 30 Jahre in Brandenburg

8 Spremberg, niedersorbischGrodk, war die erste Station unseresAbenteuers in den „neuen Bundes- ländern“. Spremberg liegt im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Nach den historischen Quellen wurde Spremberg erstmals 1301 erwähnt. Die Stadt ist ein lokales Zentrum im sorbischen Siedlungsgebiet im Süden der Niederlausitz, deren fünft größten Stadt und offiziell zweisprachig. Der Spremberger Schriftsteller Erwin Strittmatter beschrieb die beiden Ortsnamen in seiner Ro- mantrilogie „Der Laden“ wie folgt: „Grodk liegt im Tale, sagen die Sorben. Spremberg liegt am Berge, sagen die Deutschen. Spree am Berg gleich Spremberg. Grodk gleich Stadt, sagen die Sor- ben, wir sein länger hier wie die Deitschen.“ Diese besondere Lage von unten an der Spree bis oben am Berg kann man überall in Spremberg spüren. Das historische Stadtzentrum - die Spreeinsel - liegt malerisch eingebettet zwischen den zwei sie umschließenden Spreearmen und den direkt daneben aufsteigenden steilen Hängen. Neben diesen landschaftlichen Schönheiten dominieren die spektakulären Abbaugebiete und Anlagen des Braunkohletagebaus die Umgebung. Auch diese haben sich heute zu einer touristi- schen Attraktion der Extraklasse entwickelt. Mit der politischenWende begann in Spremberg ein gewaltiger Umbruch. Als einer von drei Kraft- werksstandorten hatte Spremberg eine große Verantwortung für das Gelingen des Umbruchs in der Region und die Stadt musste sich neu erfinden. Die damals politisch Verantwortlichen wurden dieser Herausforderung gerecht, wie man heute überall sehen kann. Mit den vorbereitenden Untersuchungen zum Sanierungsgebiet Spreeinsel begann unsere Arbeit in Ostdeutschland und wir konnten bei diesem „neu Erfinden“ helfen. Mit den vielen Maßnahmen, die wir, auch mit Kollegen, auf der Grundlage unserer Planungen umgesetzt haben, trugen wir mit dazu bei, dass Spremberg seit dem 8. August 2013 die offizielle Zusatzbezeichnung „Perle der Lausitz – parlicka Łužyce“ tragen darf. Mit der Energiewende beginnt nun für Spremberg wieder eine Zeit des Umbruchs und, wie nach der politischen Wende, muss sich die Stadt nochmals neu erfinden. Auch nach 30 Jahren freuen wir uns, dass wir weiterhin mit unseren Mitarbeitern ein kleiner Teil bei diesem permanenten Ver- änderungsprozess sein dürfen. DIE STADT SPREMBERG

RkJQdWJsaXNoZXIy Njg5Mg==